Willkommen beim NABU Korbach

Für Mensch und Natur

Karte anklicken, um sie zu vergrößern
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NABU auf dem Hessentag: Im NABU-Cafe Löwenzahn informieren wir über die Arbeit des Korbacher NABU und die vielfach desolate Situation der heimischen Tiere und Pflanzen in unserer Landschaft.

Über große Flächen ist "Von Natur keine Spur". Viele ehemals häufige Arten sind drastisch im Bestand zurück gegangen, wie der Star oder der Korbacher Wappenvogel, das Rebhuhn, das fast ausgestorben ist.

 

Insbesondere die Feldvögel leiden unter einer intensiven Landwirtschaft mit hohem Pestizideinsatz wie Glyphosat und hochgiftigen Neonicotinoiden.

 

Bäche werden nicht wie vorgeschrieben renaturiert, Ausgleichsmaßnahmen nicht umgesetzt, private und öffentliche Beete mit Schottersteinen bedeckt.

Wir zeigen  zusammen mit dem Falkenhof Strothe, dass Landwirtschaft auch ohne Ackergifte und Güllefluten geht und dabei Grundwasser und Bäche geschont und Insekten und Vögeln das Überleben ermöglicht wird.


 

Weitere Gartentermine im Rahmen der Aktion Korbacher (G)Artenviefalt:

 

Sonntag, 27. Mai, 14 Uhr, Kleingartenanlagen Rhenaer Weg, Tor 3

Sonntag, 03. Juni, 14 Uhr, Gartengrundstück Südring/Moersstraße (gegenüber Schillerstraße). Mit Einführung in die Sensentechnik. Dr. Joachim Pries verrät die Geheimnisse der traditionellen Wiesenpflege im NABU-Garten.

Sonntag, 10. Juni, 14 Uhr, Strother Straße 21,

Sonntag, 17. Juni, 14 Uhr, Strothe, Solidarische Bio-Landwirtschaft Falkenhof, Am Kirchpfad 3

 

Der Star- Vogel des Jahres 2018
Der Star- Vogel des Jahres 2018 - Foto: NABU/Georg Dorff

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl an Veranstaltungen und Exkursionen an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

  

Wenn Sie sich vorstellen können, für die Natur hier in Korbach und Umgebung aktiv zu werden, nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

 

 

 

Archivierte Meldungen der vergangenen Jahre:

2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010

 


Braunkehlchen wieder da

 

Nun sind auch wieder die sehr selten gewordenen Braunkehlchen an unserer Werbefläche eingetroffen. Wir hoffen erneut  auf eine erfolgreiche Brut auf unserer NABU-Fläche, einem der letzten geeigneten Lebensräume im gesamten Landkreis. Zuletzt waren kreisweit insgesamt noch 26 Brutpaare bekannt.


NABU pflanzt Eichen bei Höringhausen

Korbach. Der NABU hat 10 größere Stieleichen in der Gemarkung Höringhausen pflanzen lassen. Die Bäume ergänzen damit ideal hier noch vorhandene Alteichen, die am Rande eines Feldweges stehen. "Damit schaffen wir  eine tolle Eichenreihe, wie sie heutzutage nur noch selten anzutreffen ist" freut sich NABU-Vorsitzender Dr. Peter Koswig. Vielfach sind in den letzten Jahren Hecken und Bäume gerodet worden. Wegbegleitende Säume sind verschwunden, um bis dicht an Wege heran zu wirtschaften, womit wertvolle Lebensräume verschwunden sind.

Professionell ausgeführt wurde die Pflanzung von der BioBaumschule Pflanzlust. Die Kostenübernahme erfolgt über die Kurhessenbahn als Ausgleichsmaßnahme für Eingriffe am Ausbau des Korbacher Bahnhofes.


NABU pflanzt Feldholzinsel

Mitglieder des Korbacher NABU haben eine Feldholzinsel in der Gemarkung Strothe angepflanzt. Gesetzt wurden heimische Gehölze wie verschiedene Wildrosen, Pfaffenhütchen, Kornelkirsche, Weißdorn, Hartriegel oder schwarzer Holunder. "Optimal für unsere heimische Tierwelt ist es, wenn die Blüten Nektar und Pollen für die Insekten zur Verfügung stellen und zum Herbst hin Früchte gebildet werden, die Nahrung bieten wie beispielsweise Hagebutten bei den Rosen" , so Dr. Peter Koswig.

Der NABU schafft mit seiner Pflanzung einen wertvollen Lebensraum in einer ansonsten stark ausgeräumten Landschaft, in der Hecken und Wegeseitenränder immer seltener werden. Die nun bepflanzte Fläche wurde vorher als intensiver Maisacker, der gegüllt und gespritzt wurde, genutzt.

Die Finanzierung der Einzäunung und des  Pflanzmaterialsl wurde zum überwiegenden Teil vom hessischen  Umweltministerium bereit gestellt, bei dem sich der NABU bedankt.


NABU hilft Mehlschwalben in Strothe

Mit Hilfe des großen Steigers von EWF konnte der NABU rechtzeitig zur Rückkehr unserer heimischen Mehlschwalben insgesamt 17 Doppelnester unter dem Dachvorsprung eine Hauses in Strohte anbringen. Die Kästen hatte das Umweltministerium aus Lottogeldern bereit gestellt.

 

"Wir freuen uns, mit dem ökologisch wirtschaftenden Falkenhof in Strothe einen Naturschutzpartner vor Ort gefunden zu haben. Durch den Verzicht auf Ackergifte fühlen sich auch wieder Insekten wohl, die dann wiederum als Nahrungsgrundlage für unsere Schwalben dienen können" freut sich NABU-Vorsitzender Dr. Koswig, der der Umweltministerin und dem Versorgungsunternehmen EWF für die Unterstützung dankt.


Übergabe der Plakette durch Abteilungsleiter Dr. Christian Hey (links)
Übergabe der Plakette durch Abteilungsleiter Dr. Christian Hey (links)

Hohe Ehrung für Wolfgang Lehmann


Korbacher Naturschützer von Ministerin Priska Hinz mit Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet

Korbach, 24.03.2018. Im Rahmen des 25. Hessischen Faunistentages in der Naturschutzakademie Wetzlar wurde Wolfgang Lehmann von Ministerin Priska Hinz mit der Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet. Geehrt wurde er für seine langjährigen „besonderen Leistungen im Bereich Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz“. Die Übergabe der Plakette erfolgte durch Abteilungsleiter Dr. Christian Hey.

Wolfgang Lehmann war langjähriger Vorsitzender der Korbacher NABU-Ortsgruppe, die sich mit ihm freut und herzlich gratuliert. Außerdem gehörte er fast 25 Jahre dem Kreisnaturschutzbeirat an. Seit der Gründung vertritt er die Naturschutzverbände im Forschungsbeirat des Nationalparks Kellerwald-Edersee und arbeitet als NABU-Vertreter bei verschiedenen Naturschutzprojekten in den  Naturparken Diemelsee und Kellerwald-Edersee mit. Er engagiert sich im NABU-Kreisverband und im Landschaftspflegeverband Waldeck-Frankenberg sowie als Betreuer mehrerer Naturschutzgebiete im Raum Korbach.

 

Durch seine über Jahrzehnte andauernden flächendeckenden Kartierungen gehört er zu den besten Kennern der heimischen Flora. Außerdem ist er Gründungsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Malakologie (Schnecken und Muscheln) im NABU Hessen. Durch seine Forschungen über die aktuelle Verbreitung von Gallerregern, zum Beispiel Gallwespen, Gallmücken und Gallmilben, hat er sich hessenweit Anerkennung erworben.


September 2017: NABU weist Zwergmaus bei Strothe nach

Korbach. Bei Biotoppflegemaßnahmen konnten Mitglieder des Korbacher Naturschutzbundes mehrere Nester der Zwergmaus entdecken. Von Expertenseite liegt dafür inzwischen die Bestätigung vor. Der kleine Nager baut seine charakteristischen Kugelnester erhöht in den Halmen höherer Stauden oder Schilf. Er braucht dafür  ausreichend feuchte Flächen.

Besonders wohl scheinen sich die Zwergmäuse auf der NABU-eigenen Feuchtfläche zu fühlen, denn die gefundenen Nester stammen nur von einem kleinen Teil der Fläche. „Auf die Gesamtfläche hochgerechnet, gehen wir von etwa 50 Nestern aus“ , freut sich NABU-Vorsitzender Dr. Peter Koswig.


Die Zwergmaus ist deutschlandweit verbreitet. Nachweise sind allerdings selten.

Durch die durchgeführten und noch anstehenden Gewässerrenaturierungen könnte die Zwergmaus erheblich profitieren: „Voraussetzung dafür ist aber die Bereitstellung eines ausreichend breiten Uferrandstreifens, der nicht bewirtschaftet wird oder Ackergiften ausgesetzt ist“, so der NABU-Vorsitzende.


03.09.2017: Tour de Nature - NABU Radtour mit Werner Lamm

Um 10 Uhr starteten 9 Personen auf der Hauer in Korbach. Zuerst ging es durch das Industriegebiet Mauser, Weidemann und Continental Werke zum Hochbehälter an der Strother Strasse.

Endlich in der Natur angekommen radelten wir durch den  Wald zum Werbe Bach, zwischen Strothe und Höringhausen, wo eine kleine Pause eingelegt wurde. Herr Dr. Koswig gab Informationen über die Naturierung der Werbe.

Dann ging es weiter vorbei an Hof Heide zum Sachsenhäuser Reitplatz um von dort den schönen Ausblick über das Waldecker Land und mehr zu genießen. Nach einer kurzen Rast überquerten wir die Bundesstraße nach Kassel um zu einer langen Abfahrt nach Selbach zu gelangen.

Im schönen Dörfchen Selbach überraschte uns eine kleine Regenschauer. Sie zwang uns zu einer Rast. Dann erreichten wir nach einem steilen Anstieg den Bahnradweg nach  Korbach.

Bei Hof Heide wurde das Gruppenfoto aufgenommen. Dicke Wolken zogen auf und kurz vor Meineringhausen kam die große Regenschauer. Durchnässt, aber dennoch zufrieden mit der Tour und ihrer schönen Landschaft erreichten wir dann nach 43 km das jetzt sonnige KORBACH.


seltene Sumpfschrecke
Die seltene Sumpfschrecke konnte erstmals auf einer vereinseigenen Feuchtwiese nachgewiesen werden.

22.08.2017: Seltene Sumpfschrecke auf NABU-Fläche!

Große Freude im NABU-Vorstand: die seltene Sumpfschrecke konnte erstmals auf einer vereinseigenen Feuchtwiese nachgewiesen werden. Die Tiere kommen ansonsten nur an wenigen anderen Stellen im Landkreis vor. Die Feuchtigkeit liebenden Tiere haben wahrscheinlich von den diesjährigen stärkeren Sommerregenfällen profitiert, die unsere Fläche weiter verfeuchtet hat und so eine gute Vermehrung ermöglichte.

Die Fläche wird wie alle NABU-Flächen natürlich nicht mit Pestiziden behandelt und weder Gülle noch chemische Dünger kommen zum Einsatz.

Die relativ groß werdende Heuschrecke hat ein gutes Flugvermögen und fällt durch knipsende Laute auf, die an das Schnipsen von Fingernägeln erinnern. Die Tiere erzeugen diese Laute, indem sie den angehobenen Hinterschenkel ruckartig nach hinten schleudern: "Schienenschleuder-Zick". Bemerkenswert sind die roten Hinterschenkel-Unterseiten, die gelben Hinterschienen mit schwarzen Dornen und die schwarzen Knie.


Vorsitzender Dr. Koswig überreichte Plakette und Urkunde.
Vorsitzender Dr. Koswig überreichte Plakette und Urkunde.

August 2017: NABU Korbach zeichnet Goldhäuser Familie Bachmann aus

Im Rahmen der bundesweiten NABU-Aktion zum Schutz unserer Schwalben ist Familie Bachmann mit dem Prädikat "Schwalbenfreundliches Haus"
ausgezeichnet worden.

Die Naturfreunde haben diverse Nistkästen an ihrem Haus in Goldhausen angebracht. Dieses Jahr brüten 12 Mehlschwalbenpaare erfolgreich.

Unsere heimischen Rauch- und Mehlschwalben leiden unter dem Mangel an Nistmöglichkeiten, da sie immer weniger Baumaterial aus lehmigen Pfützen
oder natürlichen Uferränder finden, um ihr Nist zu bauen. Vielfach werden die Nester auch nicht geduldet, da Verschmutzungen der Hauswand befürchtet werden, was sich jedoch leicht mit darunter angebrachten Brettchen verhindern lässt.

Ein sehr großes Problem ist die ausreichende Nahrungsbeschaffung: Aufgrund der, in der  intensiven Landwirtschaft genutzten, hochgiftigen Spritzmittel gibt es immer weniger Fluginsekten.


Bauteam
Das Bauteam in Aktion

12.05.2017: Schleiereulenkasten in Strothe installiert

Ein Bauteam mit Willi Reuter, Wolfgang Behringer, Georg Dembowski sowie Susanne und Peter Koswig hat in einer Scheune des Biohofes Falkenhof unter schwierigen Bedingungen einen geräumigen Nistkasten für die Schleiereule installiert.

Der Bestand der Schleuereule ist im Landkreis fast erloschen. Immerhin gibt es in diesem Jahr wieder ein Brutpaar in Oberwaroldern. Wenn es dort erfolgreich ist, haben wir Hoffnung auf eine Belegung unseres neuen Nistkastens im nächsten Jahr.

Schleiereulenkasten
Der solide gearbeitete Schleiereulenkasten in einer Scheune des Biohofes Falkenhof

 

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