Willkommen beim NABU Korbach

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl an Veranstaltungen und Exkursionen an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

  

Wenn Sie sich vorstellen können, für die Natur hier in Korbach und Umgebung aktiv zu werden, nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.


 

Gönnt euch Garten!

 

 

Blütenreiche Hausgärten

statt

Schotterbeete

 

 

weitere Infos

 

 

Presseartikel WLZ vom 02.08.2019:
Artenvielfalt im Grünen zulassen - NABU Korbach: Auszeichnung für naturnah gestaltete Gärten

 


 

Archivierte Meldungen der vergangenen Jahre:
2019   2018   2017   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010


2020


NABU Wanderung: Blütenreiche Uplandwiesen

Blühende Teppiche von Margeriten, Kuckuckslichtnelken, Moschusmalven und dem großen Klappertopf konnten die Teilnehmer einer NABU Wanderung bei Schweinsbühl bestaunen. Solche farbenfrohen Wiesen sind jedoch heutzutage eine Seltenheit. Durch starke Düngung mit Gülle und Kunstdünger ist vielerorts der Blütenreichtum verloren gegangen und nur noch Einheitsgrün aus wenigen Gräserarten zu finden. Wolfgang Lehmann und Thorsten Kleine führten durch das Gebiet der „Schweinsbühler Wiesen“ und stellten die botanischen Highlights vor. Durch diesen Blütenreichtum und den Verzicht auf Pestizide haben  auch eine große Artenvielfalt an Heuschrecken und Schmetterlingen eine Heimat.
Am Ende der Wanderung waren alle Teilnehmer begeistert vom Artenreichtum dieser  letzten Relikte der blütenreichen Uplandwiesen.


Neue Obstbäume hat der NABU auf seinen Flächen gepflanzt. Gut geschützt soll die Wiese weiter von Schafen beweidet werden.


NABU kritisiert Fällungen von Hessen Mobil

Im Winter 19/20 hat Hessen Mobil entlang der Korbacher Umgehungsstraße umfangreiche Rodungen durchgeführt. Dabei wurde insbesondere an Brücken der Bundesstraße massiv abgeholzt. In diesem Umfang völlig unnötig, findet NABU-Vorsitzender Dr. Peter Koswig. Gefällt wurden auch entfernt stehende Bäume, die selbst, wenn sie bei Sturm umgefallen wären, die Straße nicht erreicht hätten.


Mauswiesel soll junge Obstbäume schützen

Auf den Streuobstwiesen des NABU haben wir mehrere Kästen für das Mauswiesel aufgestellt.

Das kleinste Wiesel ist in der Lage, Mäuse auch noch in ihren unterirdische Bauen nachzustellen. Durch das Benagen der Wurzeln junger Obstbäume können Mäuse diese zum Absterben bringen. Darüber hinaus fördern wir durch Ansitzstangen aber auch die Mäusejäger aus der Luft, wie Mäusebussard und Turmfalke.


Wieder guter Bruterfolg in Korbacher Kirchtürmen

Auch in 2020 freuen wir uns wieder über zwei Bruten des Turmfalken. Auch der Wanderfalke ist mit zwei schon propperen Jungvögeln erfolgreich. Die Dohlen ziehen dieses Jahr 61 Junge groß. Damit ist die Korbacher Kolonie eine der bedeutensten in Nordhessen.


Carsten Stumpe (Waldecker Bank) und Peter Koswig an dem in Eigenleistung erstellten Beobachtungsstand in der Werbeaue.
Carsten Stumpe (Waldecker Bank) und Peter Koswig an dem in Eigenleistung erstellten Beobachtungsstand in der Werbeaue.

2020: Waldecker Bank unterstützt Naturerleben


Korbach. Der Korbacher NABU freut sich über eine Spende der Waldecker Bank zugunsten seiner Naturschutzarbeit. Marketingleiter Carsten Stumpe überreichte Dr. Peter Koswig, Vorsitzender des Korbacher Naturschutzbundes, eine Spende in Höhe von 500,- €.

 

Konkret wird das Geld für den in Eigenleistung erstellten Bau eines Beobachtungsstandes im Bereich der renaturierten Werbeaue bei Strothe verwendet.


 „Von der geschützten Beobachtungsposition aus können Naturfreunde nun sehr gut den Teich und die Wiesen einsehen, wo sich diverse Wasservögel beobachten lassen“ freut sich Koswig.


Stumpe zeigte sich beeindruckt von den Naturschutzaktivitäten des Vereins: „Gerne unterstützen wir als Waldecker Bank die neu geschaffenen Möglichkeiten zum Erleben unserer heimischen Natur, die auf den NABU-Flächen zu sehen ist.“


2020: Ampibien am Goldhäuser Teich mit leichter Erholung

Der NABU hat den Schutzzaun an der Straße bei Goldhausen mit Beginn der Rückwanderung wieder abgebaut. Insgesamt wurden seit Anfang März 1342 Erkröten und 21 Molche sicher über die viel befahrene
Landesstraße Richtung Goldhäuser Teich gebracht. Nachdem die Tiere dort abgelaicht haben, wandern sie nun zurück in ihren Lebensraum Wald.


Diese Rückwanderung kann leider nicht abgesichert werden, da sie sich über den ganzen Sommer über hinziehen kann. Allerdings sind die wechselwarmen Tiere nun deutlich flinker als bei der Hinwanderung kurz nach dem Ende ihrer Winterruhe. Günstig ist aktuell auch der geringere Verkehr zur Nachtzeit.

Nach den sehr niedrigen Zahlen in 2018 und 2019 freuen sich die Korbacher Amphibienfreunde über einen zumindest leichten Aufwärtstrend.


2019


NABU lehnt Windkraft bei Goldhausen ab

Sieben Windkraftanlagen befinden sich im Genehmigungsverfahren beim Regierungspräsidium Kassel. Der NABU ist als "Träger öffentlicher Belange" zur Stellungnahme aufgefordert worden.

Nach sehr gründlicher, naturschutzfachlicher Prüfung hält der Korbacher NABU aus Artenschutzgründen die Mühlen an dieser Stelle für nicht genehmigungsfähig: Im Umfeld der Anlagen konnten im April sieben Rotmilanhorste nachgewiesen werden. Damit ist dieser Bereich als "Schwerpunktraum" für den Rotmilan in Hessen einzustufen, womit sich ein hohes Konfliktpotential ergäbe.

Um die menschengemachte Erderhitzung zu begrenzen, fordert der NABU eine dringliche Energiewende mit rascher Verminderung des CO2-Ausstosses. Gleichzeitig sind erneuerbare Energien drastisch auszubauen. Windkraft und Solarenergie werden dabei den Hauptanteil liefern müssen, da sie technisch ausgereift sind und vor Ort Strom liefern können. Insbesondere Windstrom wird kostengünstig und im Vergleich mit geringer Flächeninanspruchnahme erzeugt. Leider werden die meisten Dachflächen der großen Lagerhallen in Korbach nicht durch Photovoltaik genutzt. Die Stadt Korbach weigert sich seit Jahren, eine entsprechende Dachflächennutzung den Investoren neuer Hallen vorzugeben. Aber selbst Photovoltaikfreiflächenanlagen, wie aktuell bei Eppe geplant, erzeugen auf gleicher Fläche deutlich mehr Strom als über Maisanbau in Biogasanlagen möglich ist. Und das ohne Ackergifte und grundwasserschädigende Gülle.


NABU Korbach gut vertreten auf Kasseler Demo

Zahlreiche Menschen demonstrierten am 4. Mai für eine zukunftsfähige und nachhaltige Landwirtschaft, die im Einklang mit der Natur steht. Hohe Güllemengen, die ins Grundwasser sickern und hochgiftige Spritzmittel dürfen nicht weiter unsere Lebensgrundlagen gefährden.

Denn der starke Rückgang heimischer Tier- und Pflanzenarten ist neben der Erderhitzung eine ähnliche Bedrohung der menschlichen Existenz.

Die Teilnehmer forderten eine Änderung der europäischen Agrarpolitik, von der vor allem Großbetriebe profitieren. Obwohl die EU die Landwirtschaft mit jährlich über 60 Milliarden Euro fördert, müssen tausende kleine und mittlere bäuerliche Betriebe aufgeben.


NABU-Vorstand informiert sich am Dümmer über Wiesenvogelschutz

Während bundesweit Vögel des Offenlandes stark im Bestand zurück gegangen sind und manche Arten vielerorts ausgestorben sind, finden sich an der Dümmer-Niederung noch gute Zahlen von Bekassine, Uferschnepfe
oder Kiebitz, der im Landkreis Waldeck Frankenberg als Brutvogel schon vor Jahren ausgestorben ist.

Die niedersächsische Landesregierung hat über die Jahre mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union über 2500 Hektar im Dümmer-Umfeld erworben.

Durch geschicktes Wassermanagement werden Wiesen im Frühjahr wie früher flach überstaut, womit optimale Brutbedingungen für viele Vogelarten entstehen. Nach erfolgreicher Brut wird das Wasser dann im Sommer abgelassen, damit die landwirtschaftliche Nutzung stattfinden kann.


Erfolgreiches Dohlenjahr: 71 Jungvögel in den Nistkästen

Die Jahresbilanz für 2019 kann sich wieder sehen lassen: am Kilian sind 4 Brutpaare mit 10 Jungvögeln, am Nikolai  16 Brutpare mit 43 Jungen und am Marienkirchturm bei 5 Brutpaaren sogar 18 Junge in den Kästen.

Im Nikolai und Marienturm brüten ausserdem noch Turmfalken erfolgreich.

 

Der Wollweberturm als jahrelanger Brutplatz bleibt nach der Nagelbandaktion der Stadtverwaltung in 2018 leider verwaist.


NABU gegen Tierfabriken

Der Korbacher NABU ist der "Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen" beigetreten.

"Es gilt, in unserer Region die Kräfte zu bündeln, um sich gemeinsam für eine bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft und gegen neue Großställe einzusetzen.

Nachdem der Maststall in Waldeck erfolgreich verhindert werden konnte, gibt es einen Antrag auf Erweiterung eins Legehennenstalles auf über 40.000 Tiere in Twistetal.

Neben dem Tierleid wären erhebliche Belastungen für das Oberflächen- und Grundwasser sowie der Luft mit Ammoniak und bakterienhaltigen Stäuben zu befürchten.

Der NABU Korbach hat desalb zusammen mit den NABU-Ortsgruppen Twistetal und Arolsen das Regierungspräsium aufgefordert, die Erweiterung nicht zu genehmigen.

Mehr unter www.aga-nordhessen.de


Artensterben: Immer weniger Kröten am Goldhäuser Teich

Einen neuen Negativrekord für die letzten Jahre  mussten wir im Frühling feststellen. Nur noch 1078 Erdkröten und 23 Berg- und Teichmolche konnten 2019 sicher zum Laichgewässer Goldhäuser Teich gebracht werden.

Schon seit Jahren müssen wir einen steten Abwärtstrend beobachten. Da von anderen Amphibienzäunen vielfach stabile Zahlen gemeldet werden, vermuten wir lokale Faktoren für den Rückgang.

Da die Menge des Wasserzuflusses durch Zuleitung von Wasser aus dem Wald verbessert werden konnte, bleibt der stark in den letzten Jahren zugenommene Fahrzeugverkehr sowie das pestizidbelastete Wasser aus der intensiven Landwirtschaft bei Goldhausen als Ursache.

Da der von uns aufgestellte Zaun im März/April nur die Hinwanderung absichern kann, ist der Rückweg der Tiere, der sich über den ganzen Sommer hinzieht nicht gesichert.

Dauerhafte Abhilfe kann nur der Bau von Amphibientunneln bringen, wie er anderenorts längst verwirklicht ist. Der NABU fordert seit vielen Jahren den Bau durch HessenMobil, hat dabei aber leider keine Unterstützung durch die Korbacher Stadtverwaltung.


 

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