Berichte eigener Aktionen/Veranstaltungen

 

 

 

Statistik Amphibienzaun Goldhausen bis 2017


Impressionen der Pilzexkursion in der Gemarkung Alleringhausen (Leitung: Hajo Weis)

 

 


Kindergartengruppe besuchte rollende Saftpresse

 

Beim ersten der beiden diesjährigen Termine der rollenden Saftpresse auf der Hauer bekamen wir Besuch von einer Kindergartengruppe.

 


Schmetterlingen auf der Spur

 

Korbach. Stark rückläufig sind die Bestände unserer heimischen Schmetterlinge und auch andere Insekten haben es zunehmend schwer. Imker klagen bundesweit über die zunehmend schlechteren Lebensbedingungen der Honigbiene in der offenen Landschaft, in der immer häufiger Monokulturen dominieren, die mehrfach mit Pestiziden gespritzt werden. Dagegen boomen sogenannte Stadtimker, weil in den Städten das Blütenangebot in Gärten und Balkonen besser ist.

 

 

Die Exkursion des Korbacher NABU bestätigte die Situation. Kaum zu sehen waren Schmetterlinge zwischen Äckern und Wiesen. Sogar auf vielen Wiesen werden heutzutage Blumen wie der Löwenzahn mit der Giftspritze entfernt. Lediglich nicht gemähte Wegeränder und Raine boten mit ihren Blüten den Schmetterlingen noch Nahrung.

 

 

Geradezu als Falterparadies stellten sich dagegen die von Schafen beweideten Hänge an der Marbeck dar, zu denen der NABU-Vorsitzende Dr. Peter Koswig die Gruppe führte. Hier sind Gülle und Spritzmittel seit Jahrzehnten tabu. Die Teilnehmer konnten sich unter anderem an dem Großen Kohl-Weißling, hunderten silbergrünen Bläulingen, dem kleinen Perlmutterfalter, dem Blutströpfchen, dem Großen Ochsenauge sowie den Schachbrettfaltern begeistern.

 


NABU Korbach feiert Naturpark-Jubiläum

 

 

 

Korbach. Gleich zwei Exkursionen bot der Korbacher NABU interessierten Naturfreunden anlässlich des Jubliäums des Naturparkes Diemelsee. Zum einen ging es ab Wander- parkplatz Silberkuhle durch das Friemeketal herunter in das Tal der Rhena. Aufgrund der vielfältig unterschiedlichen Bedingungen konnte Wolfgang Lehmann auf zahlreiche botanische Besonderheiten am Wegesrand hinweisen.

 

 

Am Sonntag ging es dann auf wilden Pfaden durch den steilen Goddelsberg. Der NABU- eigene Wald wird überwiegend von großen Buchen geprägt. Vor einem Jahr hatte eine Windhose auf einer Bergflanke zahlreiche Buchen entwurzelt. Thorsten Kleine konnte zeigen, dass von diesem Ereignis zahlreiche spezialisierte Tiere profitieren, wie die seltene Haselmaus, die auf lichte Wälder mit Sträuchern und eine reichen Krautschicht angewiesen ist. Auch die Zahl der Zaunkönigreviere hat sich vervielfacht.

 


Die Wisente sind zurück

 

Begeistert waren die Teilnehmer der diesjährigen Tagesfahrt des Korbacher NABU. Bei herrlichem Wetter ging es per Bus zum Wisent-Auswilderungsprojekt bei Bad Berleburg. Im Rahmen zweier Exkursionen konnten die, früher in ganz Mitteleuropa heimischen Tiere hautnah in einem Schaugehege erlebt werden. Eine weitere Wisentgruppe bewegt sich frei in den umliegenden großen Wäldern. Nach dem Mittagessen in der "Wisent-Hütte" ging es nach Bad Berleburg, wo noch eine eindrucksvolle Schlossbesichtigung auf dem Programm stand.

 


Der Schanzenberg - Ein kleines Naturschutzgebiet vor den Toren von Korbach

 

Das Naturschutzgebiet Schanzenberg bei Korbach wird in diesem Jahr 30 Jahre alt und ist als FFH-Gebiet mit den Marbeckhängen und dem Rammelsberg bei Dorfitter Bestandteil des europäischen Netzwerks NATURA 2000. Von besonderer Bedeutung sind die Kalkmagerrasen auf Zechstein mit ihrer Wärme liebenden Tier- und Pflanzenwelt, die gut 5 ha des kleinen, 7 ha umfassenden Gebiets einnehmen. Im nördlichen Bereich wurde ein Laubmischwald angepflanzt.

 

 

Der Kalkmagerrasen hat sich allmählich durch die um Korbach ehemals weit verbreitete Schafbeweidung aus einem Kalkbuchenwald entwickelt und bedarf deshalb weiterhin einer regelmäßigen Pflege, um eine Verbuschung zu verhindern.

 

Im Frühjahr wird das Blütenbild von der Wiesen-Schlüsselblume und dem Frühlings-Fingerkraut bestimmt. Das Rötliche Fingerkraut, das in Hessen nur noch in der Umgebung von Korbach und Waldeck nennenswerte Bestände aufweist und somit stark gefährdet ist, kommt am unteren Teil des Südhanges noch mehrfach vor.

 

Um Pfingsten erreicht die Blüte des Dreizähnigen Knabenkrauts ihren Höhepunkt. In manchen Jahren kann man mehrere Tausend Blütenstände dieser kleinen Orchidee bewundern. Anschließend bestimmen verschiedene Schmetterlings- und Rachenblütler das Bild, z. B. Hufeisenklee, Hornklee und Bergklee bzw. Genfer Günsel, Gamander-Ehrenpreis und Feld-Thymian.

 

Unter den Korbblütlern stellt das Katzenpfötchen eine Rarität dar. Männliche Pflanzen blühen weiß, weibliche dunkelrot bis rosa. Weitere Vertreter sind das Kleine Habichtskraut, der Raue Löwenzahn und das Kleine Gänseblümchen. Bei manchen Arten bilden viele Röhrenblüten einen Blütenkorb, bei anderen Arten werden sie von Zungenblüten eingerahmt.

 


Goldhäuser Teich - FFH-Gebiet blüht auf

 

Korbach. Artenreiche Wiesen mit vielen blühenden Pflanzen sind selten geworden in der meist intensiv genutzten Agrarlandschaft. Viele Wiesen wurden in den letzten Jahren zu  Acker umgebrochen, beispielsweise um Mais anzubauen. Die verbliebenen Grünlandflächen werden vielfach stark gedüngt und sind schon Mitte Mai das erste Mal gemäht worden.

 

 

Um so erfreuter zeigten sich die Teilnehmer der Exkursion des Korbacher NABU rund um das FFH-Schutzgebiet Goldhäuser Teich. Markus Schönmüller von der Unteren Naturschutzbehörde konnte eine vielfältige, bunte Wiesengesellschaft präsentieren, in der unter anderem Wiesen-Segge, Knöllchensteinbrech, Schnabelsegge oder die Herbstzeitlose leben. Ihnen kommt zu Gute, dass auf diversen Flächen um den Teich seit einigen Jahren keine Pestizide und kein Kunstdünger oder Gülle eingesetzt werden.

Aber auch auf mancher angrenzender Ackerfläche waren selten gewordene Arten wie der Acker-Krummhals zu sehen, die sich aufgrund der vorbildlichen extensiven Bewirtschaftung durch den Landwirt angesiedelt haben.

Besonders gefielen der Wandergruppe die im Winter von der Naturschutzbehörde in Kooperation mit der Stadt Korbach und dem NABU neu angelegten Teiche und Flachwasserstellen, die auch schon von Amphibien zum Ablaichen angenommen wurden.

 


Werbung für die Werbe

 

Korbach. Zunehmende Erfolge zeigen die umfangreichen Naturschutzmaßnahmen in der Werbeaue bei Strothe. Nachdem der Bach über größere Strecken von der Stadt Waldeck in guter Zusammenarbeit mit der Wasserbehörde, dem NABU und weiteren  Anliegern renaturiert wurde, lassen sich immer öfter auch selten gewordene Vögel beobachten. Besondere Anziehungskraft haben  auch die vier vom NABU angelegten Teiche.

 

 

Bei der öffentlichen Führung konnten die Teilnehmer beispielsweise den im Marker Wald brütenden Rotmilan bei der Nahrungssuche beobachten. Aber auch der aus Afrika zurück gekehrte Kuckuck konnte gehört und gesehen werden.  Daneben zeigten sich Nilgänse, Turmfalken, Grasmücken sowie mehrere Steinschmätzer, die die Werbe auf ihrem Zug gen Nordosten für eine Rast nutzen.

 

„Auf der breiten Bachparzelle mit Erlen- und Weidendickicht sowie den anliegenden,  extensiv genutzten Wiesenflächen, bei  denen weder  Gülle, Mineraldünger oder Spritzgifte zum Einsatz kommen, finden erfreulich viele Tiere noch gute Nahrungsbedingungen und Brutmöglichkeiten vor“ so NABU-Vorsitzender Dr. Peter Koswig, der zusammen mit Ralf Enderlein die Besucher führte.

 

Die nächste Exkursion des Korbacher NABU findet am kommenden Sonntag, 17.5. um 10 Uhr statt. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz an der Straße Lengefeld-Eppe in Höhe des Goldhäuser Teiches. Zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde werden die aktuellen biotopverbessernden Maßnahmen in diesem FFH-Schutzgebiet vorgestellt.

 


Stellungnahme zu geplanten Retentionsfiltern

 

Die Stadtverwaltung Korbach plant auf dem Gelände der alten Korbacher Kläranlage den Bau von zwei "Retentionsbodenfiltern" mit denen bei Starkregenereignissen Mischwasser aus der Korbacher Kanalisation gereinigt und zurückgehalten werden soll, bevor es in den Kuhbach geleitet wird. (14.04.2010)

 

Der Korbacher NABU steht dieser teuren und aufwändigen Maßnahme kritisch gegenüber:

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Müllablagerungen an Krolls Teich (Abhilfe geplant)

 

Im Bereich des Hofes Rube in Richtung Straße Korbach-Lengefeld befindet sich der kleine "Krolls Teich" am Rande eines kleinen Wäldchens.

 

 

Nachdem die Stadtverwaltung bereits auf Intervention des Korbacher NABU im letzten Jahr den Teich von Astmaterial, das nach einer Fällaktion im Teich gelandet war, hat räumen lassen, hat sich der Teich gut entwickelt. Aktuell befinden sich Anfang April 2010 45 Froschlaichballen. Durch einen angelegten leichten Stau im Ablaufgraben soll der Wasserstand für die Laichentwicklung auf ausreichendem Niveau gehalten werden.

Damit ist der kleine Tümpel einer der wichtigsten Amphibiengewässer Korbachs.

 

 

Leider kommt es aufgrund der guten Erreichbarkeit per Auto und der unbeobachteten Lage immer wieder zu erheblichen Müllablagerungen. Mehrmals haben wir schon Müll aus dem Teich und der Umgebung entfernt.

Aktuell ist mit der Stadtverwaltung zum besseren Schutz des Teiches der Bau eines Zaunes geplant, der das Müllproblem mindern soll, ohne den Teichzugang komplett zu versperren. Die Ausführung soll kurzfristig erfolgen.

 


Aktion Krötenschutzzaun 2010

 

Am 27.April haben wir den Krötenzaun abgebaut. Insgesamt waren die Amphibienzahlen enttäuschend, was an der trockenen Witterung oder aber an dem sehr strengen Winter mit entsprechenden Verlusten gelegen haben mag. Aber auch der sehr starke Autoverkehr, der die nicht abgesicherte Rückwanderung bedroht fordert immer mehr Opfer. Wir streben deshalb den Bau weiterer stationärer Tunnel an. Die aktuelle Gesamtzahl beträgt 2400 Tiere.

 

Mit dem Ende der langen Frostperiode sind nun auch die Kröten, Frösche und Molche aufgewacht und machen sich auf ihren Weg zum ihrem Laichgewässer, dem Goldhäuser Teich.

Rechtzeitig hat der NABU Korbach am 19. März, wie in jedem Jahr, den Krötenschutzzaun aufgestellt.

 

 

Die aus dem Wald richtung Teich wandernden Tiere stauen sich am Zaun und werden dort spätabends und frühmorgens von fleißigen Helfern sorgsam eingesammelt und sicher über die Straße zum Teich gebracht.

 

Autofahrer sind aufgefordert, besonders in milden Nächten mit starken Wanderungsbewegungen langsam zu fahren! Durchschnittlich werden etwa 4000 Tiere jedes Frühjahr zum Teich gebracht.