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Die Wasseramsel (Cinclus cinclus)
Nicht jedes Gewässer eignet sich als Lebensraum für die Wasseramsel. Für eine dauerhafte Ansiedlung sind einige Umweltbedingungen erforderlich, die sich auf Gewässerart, Wassergüte, Uferbeschaffenheit und umgebenden Lebensraum beziehen. Am besten trifft das für klare, rasch fließende Bäche mit steinigem Bachbett zu. Allerdings findet man die Wasseramsel auch an größeren Bächen, wenn die Lebensgrundlagen gegeben sind. Stehende Gewässer werden nur selten von der Wasseramsel angenommen.
Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel der schwimmen und sogar tauchen kann. Obwohl sie eine auffällige Erscheinung ist, bedingt durch den weißen Fleck auf Brust und Kehle, kennen nur wenige Menschen diesen heimischen Vogel.
Vielleicht kommt es daher, weil man sich nicht mehr so oft wie früher am Bach aufhält.
Die Wasseramsel stand in den 70er Jahren schon einmal auf der roten Liste. Dass der Bestand inzwischen wieder zugenommen hat, hat mehrere Gründe. Die Bäche sind durch moderne Kläranlagen sauberer geworden, dadurch hat sich das Nahrungsangebot verbessert. Ein Nahrungsangebot sind z.B. Köcherfliegenlarven, die nur bei entsprechender Wasserqualität unter Steinen zu finden sind. Auch sind die Winter nicht mehr so streng wie früher, so dass nicht mehr der gesamte Bachlauf zufriert und der Nahrungsbedarf auch im Winter gedeckt werden kann. Von engagierten Naturschützern werden unter Brücken spezielle Nisthilfen für Wasseramseln angebracht. Diese Nistkästen ermöglichen einen vor Feinden und Hochwasser relativ sicheren Brutverlauf. Das häufigste Problem in Siedlungsnähe sind mutwillige Zerstörungen! Im Bereich des NABU Korbach und des nördlichen Kreises ist der Bestand an geeigneten Bächen derzeit flächendeckend vorhanden, und wahrscheinlich bei den vorhandenen Bedingungen auf dauer gesichert.
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