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Motorisierung im Garten
Ökologisch fragwürdig und der Tod für viele Tiere - Laub besser rechen als saugen
Die Motorisierung macht auch bei den Gartengeräten nicht halt. Statt
Sauzahn, Fugenkratzer oder Heckenschere kommen immer mehr benzin- oder
elektrobetriebene Fräsen, Abflämmer, Häcksler, Heckenscheren und
Rasentrimmer für eine ökologisch fragwürdige "Gartengründlichkeit" zum
Einsatz. Endgültig passe sind auch Rechen und Besen, denn "jetzt weht ein
frischer Wind in ihrem Garten - mit dem Laubsauger". Im Kampf gegen Herbstlaub
muss der geplagte Hobbygärtner - den Prospekten zufolge - nie wieder auf den
Knien rutschen, um das Laub aus der hintersten Ecke zu entfernen damit sein
Garten sauber ist. Das bereitet Naturschützern Sorgen.
Turbinengetrieben können Laubsauger Laub, Gras, Tannenzapfen und Abfall
bis hin zur Getränkedose oder Zigarettenschachtel aufsaugen. Mit Hilfe einer
Häckslerfunktion wird das Sauggut gleich noch zerkleinert.
Mitgesaugte Käfer, Spinnen, Tausendfüßler, Asseln, Springschwänze und
Amphibien kommen dabei tausendfach ums Leben.
Untersuchungen über die Saugmahd am Straßenrand zeigen, dass kein einziges
Insekt überlebt, das in den Saugstrahl gelangt, und nur wenige Krautschichtbewohner
können sich durch Flucht in den Boden retten. Auch Nachteile für Kleinsäuger
wie Igel und Spitzmaus entstehen, da deren Nahrungsgrundlage im wahrsten
Sinne des Wortes "hinweggeweht" wird.
Im Interesse naturnaher Gärten und der Artenvielfalt an Kleinlebewesen
erscheint der Laubsaugereinsatz nur auf unbelebten Wegen, Bürgersteigen,
Parkplätzen und Lagerflächen akzeptabel. Gerade in Gärten und Grünflächen
muss jedoch nicht jedes Blatt feinsäuberlich abgesaugt werden. Unter
Sträuchern und Hecken belassenes Laub bietet vielen Tieren Nahrung und
Lebensraum, und bleibt über die Zersetzung im natürlichen Stoffkreislauf.
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