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Keine Angst vor Hornissen
Wenn Hornissen auftauchen, flüchten die meisten Menschen
in panischer Angst oder schlagen wild um sich. Noch immer
wird die Hornisse, das größte staatenbildende Insekt
unserer heimischen Tierwelt als Horrorwesen verkannt. Hartnäckig
hält sich das Gerücht, dass drei Hornissenstiche
einen Menschen und sieben ein Pferd töten könnten.
Wenn man allerdings besorgte Leute sachgerecht aufgeklärt
hat, beruhigen sich die meisten wieder, finden oft sogar Gefallen
am Beobachten der Hornisse.
Da es oft an geeigneten Nisthöhlen in alten Bäumen
fehlt, bauen Hornissen gern in Schuppen, Dachböden, Scheunen,
Hochsitzen, Bienenkörben und Vogelnistkästen ihre
Waben.
Hornissenvölker leben nur etwa von Anfang Mai bis zum
ersten Frost. Die Nestgründung erfolgt durch einzelne
Königinnen.
Wenn dann im Spätsommer der Höhepunkt der Volkentwicklung
erreicht wird, fallen die Hornissen auf. Bis auf die Geschlechtstiere,
die im Laufe des Spätsommers und des Herbstes aufgezogen
wurden, geht das Hornissenvolk Ende Oktober rasch zugrunde.
Die Hornisse lebt von Nektar, Obst und Baumsäften. Allerdings
werden die Nachkommen mir frisch erbeuteten Insekten und deren
Larven gefüttert. Dadurch erfüllen Hornissen wichtige
Regulationsaufgaben im natürlichen Artengefüge.
Entgegen der alten Überlieferungen sind Hornissenstiche
nicht gefährlicher als Wespen- oder Bienenstiche. Nur
Menschen oder Tiere, die überempfindlich gegenüber
den im Hornissengift-Sekret enthaltenen Eiweißkörpern
reagieren (Allergie), können gefährdet sein. Wie
man sich nun vor Stichen schützt? Hornissen sind im Grunde
sehr friedliche Tiere, wenn sie in Ruhe gelassen werden. Im
engen Nestbereich, etwa 4 Meter um den Nistplatz herum, reagieren
sie auf ganz bestimmte Störungen, das heißt, sie
attackieren etwaige Störenfriede, um ihr Volk zu verteidigen.
Heftige Bewegungen, Verstellen des Flugloches, plötzliche
Erschütterungen des Wabenbaues, Veränderungen am
Flugloch oder am Wabenbau fassen die Tiere verständlicherweise
als Bedrohung auf. Wer diese Regeln beachtet, kann sich sogar
einem Hornissennest nähern und die Tiere aus nächster
Nähe beobachten. Man sollte nur die Einflugrichtung nicht
verstellen.
Aufgrund des Lebensraumschwundes und der Verfolgung sind Hornissen
sehr selten geworden. Nach der gültigen Bundesartenschutzverordnung
zählen sie zu den besonders geschützten Arten.
Es ist verboten, diesen Tieren nachzustellen, sie zu fangen
oder zu töten. Auch dürfen ihre Nester nicht beschädigt
und zerstört werden. Entdeckt man ein Hornissenvolk,
dann gilt: Keine Panik, keine unsinnige Vernichtungsaktion.
Erforderlichenfalls die Betroffenen aufklären oder den
fachlichen Rat der unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis
einholen.
Wegen ihres umfangreichen Wabenbaus wird es Hornissenvölkern
im normalen Vogelnistkasten meist zu eng. Wer Nisthilfen aufhängen
will, sollte sich die Mühe machen einen speziell für
Hornissen entwickelten Nistkasten zu basteln.
Der weiterentwickelte "Mündener Hornissenkasten" hat
sich gut bewährt. Er wird aus Holz angefertigt, das im
Inneren des Kastens rau sein muss.
Wer weitere Informationen über Hornissen benötigt,
weiß, wo Hornissen in unserer Gegend vorkommen oder
Bauanleitungen über Nistkästen möchte, kann
sich an
Friedrich Bachmann
Am Kleegarten 48
34497 Korbach-Goldhausen
Tel.: 05631/60466
Fax: 05631/9370685 oder
EMail: bachmann@goldhausen.de
wenden.
Weitere Informationen über Hornissen enthält die
die sehenswerte Homepage http://www.hornissenschutz.de
der Hornissenschutzgruppe des NABU-Münster.
Die Bilder auf dieser Seite stammen von www.hornissenschutz.de
Vielen Dank für die Bereitstellung der Bilder.
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