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Heckrinder
bei Korbach
(Foto: NABU Korbach) |
Besondere Eigenschaften des Heckrindes
Für
die Pflege von extensiven Feuchtflächen sind
Heckrinder ideal, da sie sich durch extreme
Genügsamkeit, sehr gute Futterverwertung,
Winterhärte und Nässetoleranz auszeichnen. Sie
können daher auch bei extremen
Witterungsbedingungen ganzjährig auf der Weide
bleiben, müssen allerdings in den Wintermonaten
mit Heu und Mineralstoffen versorgt werden.
Die
mit ihren langen Hörnern urtümlich aussehenden
Tiere stellen somit ganzjährig eine besondere
Attraktion für das Naherholungsgebiet dar.
Anfang April 2003 gab es den ersten Nachwuchs,
weitere vier Kälber folgten 2004. Inzwischen ist
ihre Zahl auf 16 Tiere angewachsen. So vergrößert
sich die Herde auf natürliche Weise und kann
ihre arteigenen Herdenstrukturen entwickeln.
Weitere Details über die Tiere kann man auf der
Informationstafel neben dem Viehunterstand am
Wanderweg erfahren.
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Historisches zum Heckrind
Einst waren Auerochsen über weite Teile Europas,
Asiens und Nordafrikas verbreitet.

Vor
mehr als 300 Jahren sind sie durch
Bejagung und durch die sich auf Kosten der Wälder ausbreitende Kulturlandschaft
ausgestorben.
Den Gebrüdern Heinz Heck und Dr. Lutz Heck
gelang es durch Rückzüchtungen in den 30er
Jahren im Tierpark Hellabrunn in München bzw. im
Zoologischen Garten Berlin, schon nach wenigen
Generationen einen "Neuen Auerochsen"
vorzustellen, der mit Ausnahme der Größe
wesentliche Eigenschaften des Ur-Rindes aufwies.
Diese Rückzüchtung wird daher als Heckrind
bezeichnet.
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Initiatoren und Förderer
Die
Auerochsenherde am Kuhbach war die erste im
Bundesland Hessen. Initiiert wurde das Projekt
durch den NABU, Ortsgruppe Korbach e. V., der in
enger Zusammenarbeit mit einem Lelbacher
Landwirt die Tiere betreut. Finanzielle
Unterstützung zur Anschaffung und Haltung der
Herde wurde von der unteren Naturschutzbehörde
des Landkreises und der Sparkassenstiftung gewährt.
Naturschutz und Naherholung am Rundwanderweg
Der
Rundwanderweg "Kuhbach - Alte Badeanstalt"
direkt an der B 251 zwischen Korbach und Lelbach
führt sie direkt am mehr als 13 ha großen
Heckrindergatter vorbei und leitet sie auch zu
anderen Besonderheiten, wie dem Naturdenkmal
"Alte Badeanstalt", dem Feuchtgebiet "Öhls
Teich" und dem im Jahr 2001 auf einer Länge von
rund 700 Metern renaturierten Kuhbach. Als
größtes zusammenhängendes Feuchtgrünlandgebiet
im Raum Korbach stellt das Areal schon seit
jeher einen interessanten Brut- und Rastplatz
für die heimische Vogelwelt dar.
Parkmöglichkeiten
Interessierte Besucher
können entweder den Parkplatz an der
Mehrzweckhalle Lelbach benutzen oder den
Parkplatz am Ende des Ziegelhütter Weges (nahe
der Brücke über die Umgehungsstraße B251).
Ein
Faltblatt zum Rundwanderweg (inkl. der links
abgebildeten Übersichtskarte) wurde von der Stadt Korbach in
Zusammenarbeit mit dem NABU Korbach
herausgegeben.
Klicken Sie auf die Karten,
um jeweils eine vergrößerte Version anzuzeigen.
Weiterführende
Informationen zum Heckrind
Ausführliche Informationen
zum Heckrind
gibt es auf der Website
des Vereins zur Förderung der Auerochsenzucht (VFA)
e.V.
Kompakte Informationen
zum Heckrind finden sie in der
Online-Enzyklopädie Wikipedia
Aufgrund der guten Zuchterfolge
können laufend Tiere abgegeben werden. Es handelt sich um
hochwertige Herdbuchzuchttiere. Kontakt: Dr. P. Koswig, Tel
05631/8186 oder 05631/62545
Fotos der Tiere
Hier einige Bilder der im Frühjahr 2003 geborenen Auerochsen
Nora und Paul.
Die Jungkuh Nora ist im April 2003 geboren. Der Bulle Paul
stammt aus dem August 2003. Sie sind Herdbuchzuchttiere mit
sehr guten Merkmalen. Beide Tiere stehen zum Verkauf.